Lohnsteuererklärung: Was ist das und wer muss sie abgeben?

Mit der Lohnsteuererklärung haben Steuerzahler die Möglichkeit, zu viel gezahlte Steuern wieder zurückzubekommen. Nicht jeder ist zur Abgabe einer Lohnsteuererklärung verplichtet, allerdings winkt auch bei freiwilliger Abgabe eine stattliche Steuererstattung. Durchschnittlich können sich Steuerzahler über 1.007 Euro freuen. Wie genau das funktioniert und was es beim Erstellen zu beachten gibt, erfährst du hier.

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Was ist eine Lohnsteuererklärung?

Wer eine Lohnsteuererklärung beim Finanzamt einreicht, kann sich seine zu viel entrichtete Lohnsteuer zurückholen. Üblicherweise gehen die Finanzbehörden davon aus, dass Arbeitnehmer ihre Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit bereits richtig versteuert haben. Das hat zur Folge, dass die Abgabe der Lohnsteuererklärung in der Regel freiwillig ist. Was viele aber nicht wissen, ist, dass bereits wegen der Fahrtkosten zur Arbeit eine Steuererstattung zu erwarten ist, auch wenn der Fiskus jedem einzelnen eine Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.000 Euro gewährt.

Kein Unterschied zwischen Lohnsteuererklärung und Einkommensteuererklärung

Im Volksmund kursieren mehrere Begriffe zu diesem Thema. Der gängigste ist vermutlich der Begriff Steuererklärung. Wie dem auch sei, einen Unterschied gibt es aus steuerrechtlicher Sicht nicht. Ob nun Lohnsteuererklärung, Steuererklärung oder Einkommensteuererklärung - für das Finanzamt handelt es sich um ein und dieselbe Sache. Bei allen Termini wird die endgültige Steuerschuld ermittelt und das Ergebnis über zu viel oder zu wenig gezahlte Lohnsteuer korrigiert.

Mit der Lohnsteuererklärung Steuererstattung sichern

Steuerzahler erhalten durchschnittlich 1.007 Euro vom Staat zurück. Wie viel jeder individuell als Erstattung zurückbekommt, hängt von den Ausgaben ab, die in der Lohnsteuererklärung geltend gemacht werden. Das Prinzip ist denkbar einfach: Umso höher die Ausgaben waren, desto höher fällt auch der Erstattungsbetrag aus. Natürlich können nicht wahllos irgendwelche angefallenen Kosten in der Steuererklärung angesetzt werden.

Zu den wichtigsten absetzbaren Posten im Rahmen einer Lohnsteuererklärung zählen:

  • Umzugskosten
  • haushaltnahe Dienstleistungen
  • außergewöhnliche Belastungen
  • Bewerbungskosten
  • Arbeitszimmer
  • Fahrtkosten
  • doppelte Haushaltsführung
  • Arbeitsmittel
  • Kinderbetreuungskosten
  • Handwerkerkosten
  • Versicherungen
  • Dienstreisekosten
  • Fortbildungen
  • Telefon- und Internetkosten
  • Kontoführungsgebühren
  • Altersvorsorge
  • etc.

Muss ich eine Lohnsteuererklärung abgeben oder nicht?

Wer vom Finanzamt dazu aufgefordert wurde, eine Steuererklärung abzugeben, ist pflichtveranlagt. Doch nicht jedes Mal setzt einen das Finanzamt darüber in Kenntnis.

Generell zur Abgabe verpflichtet ist man, wenn:

  • ein Lohnsteuerfreibetrag eingetragen wurde
  • mehrere Jobs gleichzeitig ausgeübt wurden
  • wenn Steuerklassen-Kombination 3/5 oder 4/4 mit Faktor vorliegt
  • Lohnersatzleistungen (z.B. ALG I.) bezogen wurden
  • der Ehepartner eine Einzelveranlagung beantragt hat
  • Kapitaleinkünfte erzielt wurden (Aktien etc.)
  • wenn bei Beamten die Vorsorgepauschale höher war als die anerkannten Versicherungsbeiträge
  • wenn erneut Ehe eingegangen wurde

Abgabefrist: Bis wann muss ich die Lohnsteuererklärung abgeben?

Die Lohnsteuererklärung muss bis zum 31.07. eines jeden Jahres beim Finanzamt eingegangen sein. Eine Steuererklärung wird immer für das vergangene Steuerjahr erstellt. Für das Jahr 2018 muss die Lohnsteuererklärung also spätestens bis zum 31.07.2019 eingegangen sein, sofern eine Pflichtveranlagung vorliegt. Andernfalls kann die Einkommensteuererklärung bis zu vier Jahre rückwirkend jeweils bis zum 31.12. eines jeden Jahres abgegeben werden. Wird also zum Beispiel die Steuererklärung freiwillig für das Steuerjahr 2016 erstellt, ist der spätmöglichste Abgabetermin der 31.12.2020.

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