Unnötigen Stress mit dem Finanzbeamten vermeiden

Egal wo man hinschaut, überall stößt man auf irgendwelche Top-10-Listen. Die schönsten Strände der Südsee, die grausigsten Looks der Oscar-Verleihung, die 10 besten Lifehacks und eben unsere Top 10 der vermeidbaren Fehler bei der Steuererklärung.

Jedes Jahr regen sich etliche Menschen über die lange Wartezeit auf. Es vergehen Wochen, manchmal sogar Monate, ehe man den Steuerbescheid in den Händen hält. Es ist eine Sache, sich über die vermeintliche Bequemlichkeit der Sachbearbeiter aufzuregen, eine andere, darüber nachzudenken, ob der Fehler vielleicht auch bei einem selbst liegt. Wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

Es ist doch also mal ganz interessant zu sehen, womit sich tagtäglich Finanzbeamte herumplagen müssen. Welche Dinge verzögern den Bearbeitungsprozess und wie kann man den Beamten unter die Arme greifen, damit sich die Wartezeit verkürzt? Wir sind diesen Fragen auf die Schliche gegangen.

BELEGE NICHT AN DIE STEUERFORMULARE TACKERN

Postalisch eingereichte Unterlagen müssen allesamt digitalisiert werden. In der Regel werden die Formulare eingescannt. Sind dann die Papiere zusammengetackert oder mit Büroklmammern versehen, müssen die einzelnen Seiten voneinander getrennt werden. Das nervt nicht nur, sondern kostet auch eine Menge Zeit.

ESSENSRESTE

Schon klar, es kann schon eine Weile dauern, ehe die Steuererklärung komplett ausgefüllt ist. Da ist es logisch, dass zwischendurch mal ein Snack verdrückt wird. Unschön ist es allerdings, wenn sich Burgerreste oder der halbe Snickers auf dem Papier befindet. Ein wenig Anstand ist doch nicht zu viel verlangt, oder?

TRICKSEN

Bis vor ein paar Jahren war es vielleicht noch möglich, Fahrtkosten doppelt abzurechnen oder andere faule Machenschaften in der Steuererklärung zu verschleiern. Noch heute gibt es Überergeizige, die auf Biegen und Brechen den letzten Cent vom Staat zurückholen möchten. Dank diverser technischer Unterstützung müssen sich Finanzbeamte nicht mehr für dumm verkaufen lassen. Im schlimmsten Fall kann die Schummelei übrigens schwerwiegende Konsequenzen haben.

TIPPS UND TRICKS BEIM FINANZAMT ERFRAGEN

Finanzbeamte sind, anders als man vielleicht denken würde, nicht dazu befugt, individuelle Steuerberatung zu geben. Das dürfen nach wie vor nur Lohnsteuerhilfevereine und Steuerberater. Einzig allgemeine Auskünfte können Steuerzahler beim Sachbearbeiter erfragen. Alles, was darüber hinaus geht, ist nicht erlaubt und kann strafrechtlich verfolgt werden.

Keine Steuertipps mehr verpassen

FINANZÄMTER SIND KEINE TAUSENDSASSA

Wie man sich denken kann, ist ein Finanzamt keine Anlaufstelle für jede Behörden-Angelegenheit und schon gar nicht die Wohlfahrt. Prinzipiell setzt das Amt nur Steuern fest und ist demzufolge auch nur für die Auftreibung derer zuständig. So hat ein Finanzamt beispielsweise nichts mit Kindergeld oder Arbeitslosengeld zu tun. Es ist also anzuraten, sich vorab über die zuständige Behörde für bestimmte Anliegen zu informieren.

PAPIERCHAOS

Das Gegenteil zu festgetackerten Steuererklärungen ist Papierchaos. Ehe die Einkommensteuererklärung bearbeitet wurde, vergehen mehrere Stunden, wenn die einzelnen Formualare einfach so und unsortiert in den Briefumschlag gestopft wurden. Es ist durchaus sinnvoll, die Belege nummeriert und geordnet einzureichen.

SCHMIEREREI

Unordnung in und zwischen den Zeilen hat in einer Steuererklärung ebenfalls nichts zu suchen. Wer in seinen Formularen schludert, dessen Erklärung landet nach der Plausibilitätsprüfung mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Schreibtisch des Sachbearbeiters. Deswegen ist dringend davon abzuraten, Textpassagen durchzustreichen, Felder mit Nullen aufzufüllen usw.

UNTERSCHRIFT VERGESSEN

Die Arbeit ist getan, die Papierberge sind sortiert, die Nachweise fein säuberlich geordnet und die Briefmarke ist frisch auf dem Umschlag. Fehlt eigentlich nichts mehr, wäre da nichts das Wesentlichste - die Unterschrift. Keine Steuererklärung ist gültig ohne die entsprechende Signatur. Finanzämter können die Steuerakte nämlich nicht schließen und müssen die ganze Erklärung zurückschicken. Das verzögert die Bearbeitung – und man wartet noch länger auf den Bescheid.

STÄNDIGES NACHFRAGEN

Noch immer kein Bescheid nach 2 Wochen? Das ist noch lange kein Grund, um unruhig zu werden. Schließlich muss man im Durchschnitt etwa 5 bis 7 Wochen auf seinen Steuerbescheid warten. Das ist der Durchschnitt, das heißt, dass es mitunter sogar noch länger dauern kann. Es bringt sowieso nichts, beim Sachbearbeiter anzurufen, da Steuererklärungen immer nach Eingangsdatum bearbeitet werden.

NOCH SCHLIMMER - BESUCHE

Es gibt eigentlich keinen einzigen nachvollziehbaren Grund, persönlich beim Finanzamt aufzuschlagen, außer man wurde dazu aufgefordert. Nicht für jede Angelegenheit ist die Vorsprache im Finanzamt notwendig. Von den meisten Veränderungen, die es innerhalb eines Lebens gibt (Heirat, Umzug etc.), erfährt das Finanzamt ganz automatisch dank digitaler Vernetzung von Verwaltung und Behörden.

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