Steuerfreibetrag: Wie dein Einkommen geringer versteuert wird

Wer mit einem geringen Gehalt auskommen muss, der weiß, wie sehr der steuerliche Abzug monatlich ins Gewicht fällt. Um Arbeitnehmern dennoch zumindest das Einkommen zu sichern, mit dem sie sich und ihre Familie ernähren können, gibt es vom Staat Freibeträge.

Der Steuerfreibetrag gibt an, bis zu welcher Höhe man verdienen darf, ohne von diesem Betrag Steuern abgeben zu müssen. Dadurch wird vermieden, dass einzelne Steuerzahler übermäßig belastet werden. Außerdem soll die Steuerverteilung dadurch gerechter gemacht werden. Durch Freibeträge werden vor allem Geringverdiener und Familien mit Kindern steuerlich entlastet.

Es lohnt sich deshalb, die Freibeträge zu kennen und diese sinnvoll zu nutzen, um nicht mehr Steuern als nötig an das Finanzamt abzuführen.
Die Höhe einzelner Steuerfreibeträge kann sich von Jahr zu Jahr ändern, weshalb es sich empfiehlt, sich jährlich zu vergewissern, welche Betragshöhen für das jeweilige Jahr angesetzt sind.

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Unterschied Steuerfreibetrag - Steuerfreigrenze

Auch wenn sich die beiden Begriffe ähneln, verhalten sie sich jedoch grundverschieden:

  • Bei einem Steuerfreibetrag muss nur der Teil der Einnahmen versteuert werden, der den Freibetrag übersteigt.
  • Anders ist das bei einer Steuerfreigrenze - wird hier die Grenze der Einnahmen überschritten, wird das gesamte Einkommen versteuert, nicht nur ein Teil davon.

Steuerfreibetrag

Freibeträge können so gut wie jeden Lebensabschnitt abdecken. Einige davon werden besonders häufig in Anspruch genommen. Dazu gehören der Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag und der Rentenfreibetrag.

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag kann von jedem Einkommenssteuerpflichtigen genutzt werden und er ist damit der bekannteste Freibetrag. Der Grundfreibetrag dient jedem Arbeitnehmer zu dessen Existenssicherung. Erst ab einem bestimmten Einkommen müssen Steuern an den Fiskus gezahlt werden. Jedes Jahr erhöht sich dieser Grundfreibetrag um einige Euro - im Jahr 2017 lag dieser für Ledige bei 8.820€, verheiratete Paare dürfen gemeinsam bis zu 17.640€ verdienen, ohne Steuern abgeben zu müssen.

Kinderfreibetrag

Mithilfe des Kinderfreibetrags sollen Familien unterstützt werden, die laut Grundgesetz unter besonderem Schutz des Staats stehen. Hier werden nicht direkt die Steuerzahler unterstützt, der Freibetrag soll vielmehr der Existenzsicherung der Kinder dienen. Der Freibetrag wird Familien zusätzlich zum monatlich ausbezahlten Kindergeld zugeschrieben. Er wird in der jährlichen Steuererklärung geltend gemacht, wodurch sich die Steuerlast der Eltern verringert und mehr Geld am Ende für die Unterhaltskosten der kinder übrig bleibt. Auch wenn Kindergeld und der Kinderfreibetrag nicht gleichzeitig in voller Höher in Anspruch genommen werden können, ist das Finanzamt dazu verpflichtet, die jeweils für den Steuerzahler günstigere Variante zu wählen. Dies regelt die sogenannte Günstigerprüfung. Zusammenveranlagten Eltern können pro Kind 7.008€ steuerlich geltend machen. Sind die Elternteile getrennt veranlagt, halbiert sich dieser Betrag.

Rentenfreibetrag

Momentan müssen Renter nur einen Teil ihrer Rente versteuern. Der Rentenfreibetrag ist der Teil der Rente, der davon verschont bleibt. Dieser Teil verringert sich jedoch immer mehr. Das heißt, je später die Rente in Anspruch genommen wird, desto höher wird dieser versteuert.

• 2005 und früher - 50 %
• ab 2006 - 52 %
• ab 2007 - 54 %
• ab 2016 - 72 %
• ab 2017 - 74 %
• ab 2018 - 76 %
• ab 2040 wird jeder Rentner seine Rente zu 100 Prozent versteuern müssen.

Weitere Freibeträge

  • Sparer-Pauschbetrag
  • Alleinerziehendenentlastungsbetrag
  • Übungsleiterfreibetrag
  • Versorgungsfreibetrag
  • Ausbildungsfreibetrag
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