Grundfreibetrag: Bis zu diesem Steuerfreibetrag bleibt dein Einkommen steuerfrei

Wer mit einem geringen Gehalt auskommen muss, der weiß, wie sehr der steuerliche Abzug monatlich ins Gewicht fällt. Um Arbeitnehmern dennoch zumindest das Einkommen zu sichern, mit dem sie sich und ihre Familie ernähren können, gibt es vom Staat den sogenannten Grundfreibetrag.

Dieser Steuerfreibetrag gibt an, bis zu welcher Höhe man verdienen darf, ohne Steuern entrichten zu müssen. Dadurch wird vermieden, dass einzelne Steuerzahler übermäßig belastet werden. Zudem wird die Steuerverteilung dadurch gerechter. Durch Steuerfreibeträge werden vor allem Geringverdiener und Familien mit Kindern steuerlich entlastet.

Es lohnt sich deshalb, den Grundfreibetrag zu kennen und diesen sinnvoll zu nutzen, um nicht mehr Steuern als nötig an das Finanzamt abzuführen. Die Höhe der Steuerfreibeträge kann sich von Jahr zu Jahr ändern, weshalb es sich empfiehlt, sich jährlich zu vergewissern, welcher Steuerfreibetrag für das jeweilige Jahr angesetzt wird.

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Unterschied Grundfreibetrag - Steuerfreigrenze

Auch wenn sich die beiden Begriffe ähneln mögen, verhalten sie sich dennoch grundverschieden:

  • Bei einem Grundfreibetrag muss nur der Teil der Einnahmen versteuert werden, der diesen Betrag übersteigt.
  • Anders bei Steuerfreigrenze: Wird hier die Grenze der Einnahmen überschritten, muss das gesamte Einkommen versteuert werden, nicht nur ein Teil davon.

Steuerfreibetrag: Allgemeines zum Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag kann von jedem Einkommensteuerpflichtigen genutzt werden. Der Grundfreibetrag dient jedem Arbeitnehmer zu dessen Existenssicherung. Erst ab einem bestimmten Einkommen müssen Steuern an den Fiskus gezahlt werden. Jedes Jahr erhöht sich dieser Grundfreibetrag um einige Euro - im Jahr 2018 lag dieser für Ledige bei 9.000 Euro, verheiratete Paare können gemeinsam bis zu 18.000 Euro verdienen, ohne Steuern zahlen zu müssen.

Steuerfreibeträge: Vom Kinderfreibetrag profitieren nur 10 Prozent aller Familien

Mithilfe des Kinderfreibetrags sollen Familien unterstützt werden, die laut Grundgesetz unter besonderem Schutz des Staats stehen. Hier werden nicht direkt die Steuerzahler unterstützt, der Freibetrag soll vielmehr der Existenzsicherung der Kinder dienen. Der Freibetrag wird Familien zusätzlich zum monatlich ausbezahlten Kindergeld zugeschrieben. Er wird in der jährlichen Steuererklärung geltend gemacht, wodurch sich die Steuerlast der Eltern verringert und mehr Geld am Ende für die Unterhaltskosten der kinder übrig bleibt. Auch wenn Kindergeld und der Kinderfreibetrag nicht gleichzeitig in voller Höher in Anspruch genommen werden können, ist das Finanzamt dazu verpflichtet, die jeweils für den Steuerzahler günstigere Variante zu wählen. Dies regelt die sogenannte Günstigerprüfung.

Rentenfreibetrag

Momentan müssen Renter nur einen Teil ihrer Rente versteuern. Der Rentenfreibetrag ist der Teil der Rente, der davon verschont bleibt. Dieser Teil verringert sich jedoch immer mehr. Das heißt, je später die Rente in Anspruch genommen wird, desto höher wird dieser versteuert.

  • 2005 und früher - 50 %
  • ab 2006 - 52 %
  • ab 2007 - 54 %
  • ab 2016 - 72 %
  • ab 2017 - 74 %
  • ab 2018 - 76 %
  • ab 2040 wird jeder Rentner seine Rente zu 100 Prozent versteuern müssen.

Weitere Beispiele für Freibeträge in der Übersicht

  • Übungsleiterfreibetrag
  • Versorgungsfreibetrag
  • Ausbildungsfreibetrag

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