Säumnisgebühr bei zu spät eingereichter Steuererklärung

Obwohl den meisten Bürgern eine gehörige Rückerstattung winkt, drücken sich noch immer viele vor der Abgabe der Steuererklärung. Diejenigen, die ohnehin eine Steuererklärung abgeben müssen, kennen den 31. Juli eines jeden Jahres nur zu gut. Dabei handelt es sich nämlich um die Abgabefrist.

Und doch kommt es nicht allzu selten vor, dass dieser Termin verstreicht und das Finanzamt ein Bußgeld verhängt. In Zukunft wird dieses sogar obligatorisch - auf Kulanz des Sachbearbeiters kann dann nicht mehr gehofft werden.

Säumnisgebühr: Wenn die Frist nicht eingehalten werden kann

Der Paragraf 46 des Einkommensteuergesetzes regelt eindeutig, wer seine Steuererklärung bis zum 31. Juli abgegeben haben muss. In erster Linie sind das Gewerbetreibende, Freiberufler, Selbstständige und Arbeitnehmer mit mehreren Jobs.

Für das Steuerjahr 2018 wird manchmal noch ein Auge zugedrückt

Für das Steuerjahr 2018 gilt erstmalig die Frist des 31. Juli. Wer 2019 die Steuererklärung zu spät einreicht, muss noch nicht zwangsläufig mit einer Säumnisgebühr rechnen. Ob der Sachbearbeiter überhaupt einen Zuschlag erhebt, liegt in seinem Ermessen. Ebenfalls auch, wie hoch dieser ausfällt, sofern einer verhängt wird. Allerdings gilt eine Höchstgrenze von maximal 10 Prozent der festgesetzten Steuer. Gedeckelt ist der Verspätungszuschlag bei 25.000 Euro. Das alles gilt allerdings auch nur bis Februar 2020. Dann ist die Übergangszeit vorbei und sämtliche Bußgelder bzw. Säumnisgebühren werden verpflichtend.

Hinweis: Rein theoretisch kann laut Gesetzt bereits ab 01.08. eine Strafgebühr fällig werden. Nochmal: Ob ein Bußgeld fällig wird, hängt bis Februar 2020 ganz vom Sachbearbeiter ab.

Änderungen ab 2019

Seit dem Steuerjahr 2018 endet die Abgabefrist immer am 31.07. eines jeden Jahres. Die schlechte Nachricht lautet aber: Wer diesen Termin nicht einhält, kommt um eine Geldstrafe nicht mehr herum.

Mindestens 25 Euro werden dann für jeden zu spät eingereichten Monat fällig. Der Zuschlag wird zur Steuerschuld addiert oder eben von der Rückerstattung abgezogen. Liegt die Nachzahlung über mindestens 10.000 Euro, dann wird ein höherer Versäuminszuschlag zugrunde gelegt. Die Gebühr darf nämlich 0,25 Prozent der um Vorauszahlungen und anzurechnende Steuerabzugsbeträge verminderten festgesetzten Steuer pro Monat betragen.

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