Steuererklärung zu spät abgeben: Das kann teuer werden

Es gibt bestimmte Termine, die irgendwo im Hinterkopf schwirren und nur ab und zu ins Bewusstsein strömen. Der Geburtstag der Mutter zum Beispiel: Jedes Jahr aufs Neue findet dieser statt und trotzdem bekommen viele es nicht hin, das Geschenk stressfrei zu besorgen.

Ähnlich ist es mit der Abgabe der eigenen Einkommensteuererklärung. Obwohl den meisten Bürgern eine gehörige Rückerstattung winkt, drücken sich viele davor. Diejenigen, die ohnehin eine Steuererklärung abgeben müssen, kennen den 31. Mai eines jeden Jahres nur zu gut. Dabei handelt es sich nämlich um die Abgabefrist.

Und doch kommt es nicht allzu selten vor, dass dieser Termin verstreicht und das Finanzamt ein Bußgeld verhängt. In Zukunft wird dieses sogar obligatorisch - auf Kulanz des Sachbearbeiters kann dann nicht mehr gehofft werden.

Wenn die Frist nicht eingehalten werden kann

Der Paragraf 46 des Einkommensteuergesetzes regelt eindeutig, wer seine Steuererklärung bis zum 31. Mai abgegeben haben muss. In erster Linie sind das Gewerbetreibende, Freiberufler, Selbstständige und Arbeitnehmer mit mehreren Jobs.

Grundsätzlich kann jeder Steuerpflichtige eine Fristverlängerung beim Finanzamt beantragen. In der Regel reicht eine einfache Mail oder ein Schreiben per Fax aus. Nicht jedes Finanzamt bietet eine Fristverlängerung per Mail an. Des Weiteren ist von einem Anruf abzuraten, da im Notfall kein Nachweis vorgelegt werden kann.

Folgende Gründe können für eine Fristverlängerung sprechen:

  • Krankheitsfall
  • fehlende Unterlagen
  • hohes Arbeitsaufkommen

Hinweis: Besonders wichtig ist, dass auf dem Schreiben ein genaues Datum vermerkt ist, bis wann die Steuererklärung nachgereicht wird. Damit der Fall schnell bearbeitet und richtig zugewiesen werden kann, ist es ratsam, die Steueridentifikationsummer sowie deinen Namen und deine Anschrift festzuhalten.

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Für das Steuerjahr 2017 wird manchmal noch ein Auge zugedrückt

Für das Steuerjahr 2017 gilt letztmalig die Frist des 31. Mai. Ab dem Steuerjahr 2018 wird der Stichtag auf den 31. Juli nach hinten verschoben.

Wer 2018 die Steuererklärung zu spät einreicht, muss noch nicht zwangsläufig mit einer Säumnisgebühr rechnen. Ob der Sachbearbeiter überhaupt einen Zuschlag erhebt, liegt in seinem Ermessen. Ebenfalls auch, wie hoch dieser ausfällt, sofern einer verhängt wird. Allerdings gilt eine Höchstgrenze von maximal 10 Prozent der festgesetzten Steuer. Gedeckelt ist der Verspätungszuschlag bei 25.000 Euro.

Änderungen ab 2019

Zunächst einmal die gute Nachricht: Ab dem Steuerjahr 2018 wird die Abgabefrist nach hinten auf den 31.07. eines jeden Jahres verschoben. Die schlechte Nachricht lautet aber: Wer diesen Termin nicht einhält, kommt um eine Geldstrafe nicht herum.

Mindestens 25 Euro werden dann für jeden zu spät eingereichten Monat fällig. Der Zuschlag wird zur Steuerschuld addiert oder eben von der Rückerstattung abgezogen. Liegt die Nachzahlung über mindestens 10.000 Euro, dann wird ein höherer Versäuminszuschlag zugrunde gelegt. Die Gebühr darf nämlich 0,25 Prozent der um Vorauszahlungen und anzurechnende Steuerabzugsbeträge verminderten festgesetzten Steuer pro Monat betragen.

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