Was es mit dem Arbeitnehmerpauschbetrag auf sich hat

Man kann so über ziemlich alles meckern, was so in der Weltgeschichte passiert: Das Wetter ist heute mal wieder nicht so, wie es sein sollte, die Spritpreise sind wie immer viel zu hoch, die Politikern lügen das Blaue vom Himmel und ganz wichtig - der Staat zieht einem das Geld aus der Tasche.

Rein subjektiv betrachtet, mag das eine oder andere schon irgendwie stimmten und wenn man mal ganz ehrlich zu sich selbst ist, nörgelt doch jeder ab und zu mal rum. Doch wer einen Blick auf den Fiskus wirft, wird feststellen müssen, dass nicht alles ungerecht ist.

Einen großen Beitrag daran hat nämlich der sogenannte Arbeitnehmerpauschbetrag. Der Begriff hört sich zugegebenermaßen auf Anhieb äußerst sperrig an, aber im Prinzip verbirgt sich dahinter etwas Gutes, wovon jeder Steuerzahler nur profitieren kann.

Was ist der Arbeitnehmerpauschbetrag?

Der sogenannte Arbeitnehmerpauschbetrag wird in Deutschland jedem gewährt. Prinzipiell zählt dieser zu den Werbungskosten. Dabei werden den Einkünften 1.000 Euro pauschal abgezogen, was letztlich bedeutet, dass die zu entrichtende Steuerlast sinkt. Dieser Vorgang erfolgt auf Grundlage des § 9a Nr.1 EStG. Belege, Nachweise und Co. werden dafür nicht extra benötigt.

Seit 2011 liegt der Arbeitnehmerpauschbetrag, auch bekannt als Werbungskostenpauschale, bei 1.000 Euro pro Kalenderjahr.

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Arbeitnehmerpauschbetrag in der Steuererklärung

Wer eine Steuererklärung beim Finanzamt abgibt, erhält automatisch den Arbeitnehmerpauschbetrag, wofür, wie bereits beschrieben, keine Belege vonnöten sind. Das bedeutet auch, dass die Pauschale nicht gesondert beantragt werden muss.

Natürlich gibt es viele Steuerzahler, die weitaus höhere Werbungskosten hatten als die 1.000 Euro. Werden mehr Kosten angesetzt, müssen auch entsprechende Belege aufbewahrt werden, da das Finanzamt nach diesen fragen kann.

Hinweis: Kosten entstehen aus steuerrechtlicher Sicht immer dann, wenn sie auch tatsächlich geflossen sind. Mehr Informationen zu diesem Thema findest du in der Rubrik "Abflussprinzip".

Werbungskosten vorab abziehen lassen

Es gibt auch die Möglichkeit, schon während des Kalenderjahres die zu entrichtende Steuer zu senken. Bei einem eingetragenen Freibetrag wird im Gegensatz zum Arbeitnehmerpauschbetrag, der einem nach Abgabe der Einkommensteuererklärung gewährt wird, bereits monatlich ein Steuerabzug gewährt.

Der Freibetrag kann auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden, wenn im vorgigen Steuerjahr die Werbungskosten über dem Pauschalbetrag lagen. Ein Freibetrag wird beim Finanzamt beantragt und gilt automatisch ab dem Folgemonat.

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