Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Wer selbstständig ist, weiß, dass er um die Abgabe der Steuererklärung nicht herum kommt. Sie müssen jedes Jahr aufs Neue Auskunft über ihre Einnahmen und Ausgaben geben. Doch auch Arbeitnehmer sind in Deutschland dazu verpflichtet, dem Finanzamt Rede und Antwort zu stehen.

Wer sich noch nie mit dem Thema befasst hat, wird früher oder später einmal Kontakt mit dem Finanzamt haben, denn dieses fordert einen zur Abgabe auf, sollte jemand dazu verpflichtet sein. Bis zu einem bestimmten Termin müssen die Formulare dann eingegangen sein, ansonsten droht ein Bußgeld.

Für viele besteht eine sogenannte Pflichtveranlagung aber auch, obwohl der Sachbearbeiter nicht dazu auffordert. Das betrifft in erster Linie Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende. Für Arbeitnehmer gelten hingegen andere Richtlinien.

Wann man zur Abgabe verpflichtet ist

Arbeitnehmern entrichten Einkommensteuer, welcher direkt vom Lohn abgezogen wird. Manchmal kann die erhobene Steuer allerdings von der „eigentlichen" Lohnsteuer abweichen. In solchen Fällen kommt es zu einer Pflichtveranlagung, sie müssen also eine Steuererklärung abgeben.

Um eine Einkommensteuererklärung kommt man nicht herum, wenn:

  • Finanzamt einen Lohnsteuerfreibetrag eingetragen hat (keine Abgabepflicht, wenn erzielter Arbeitslohn nicht 10.800€ pro Kalenderjahr übersteigt und keine zusätzlichen Einnahmen verzeichnet wurden)
  • Leistungen erhalten wurden, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen und mehr als 410€ betragen
  • bei getrennt lebenden Eheleuten der Ausbildungsfreibetrag, Behinderten- oder Hinterbliebenen-Pauschbetrag für Kinder nicht 50/50 aufgeteilt wird
  • mehrere Einkünfte von mehreren Arbeitgebern eingenommen wurden
  • Abfindung mit Fünftelungsmethode gezahlt wurde
  • abgeltungssteuerpflichtige Kapitalerträge, auf die keine Abgeltungsteuer gezahlt wurde, eingenommen wurden
  • Urlaubsvergütung aus Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft erhalten wurde
  • Eheleute IV-Faktor/IV-Faktor gewählt haben
  • Ehe des Arbeitnehmers während des Veranlagungszeitraums durch Tod oder Scheidung aufeglöst wurde
  • Mindestvorsorgepauschale höher ist als Vorsorgeaufwendungen
  • Nebeneinkünfte über 410€ liegen
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Steuererklärung online erstellen

Steuererklärungen müssen in bestimmter Form eingereicht werden. Das bedeutet, dass amtlich vorgeschriebene Formulare genutzt werden müssen. Mit Hilfe des staatlichen ELSTER-Programms kannst du deine Einkommensteuererklärung online abschicken. Wer aber nicht unbedingt ein Profi im Steuerwesen ist, der wird schnell feststellen, dass das Ausfüllen der Formulare Nerven kostet und recht kompliziert ist.

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  • keine komplizierten Steuerformulare
  • Angaben werden automatisch ins Formular eingefügt
  • bestens für diejenigen geeignet, die wenig Zeit haben
  • keine Vorkenntnisse nötig
  • Berücksichtigung aller Kosten und Pauschalen, die berufsbedingt anfallen

Das sind die wichtigsten absetzbaren Posten

Umzugskosten

Umzugskosten gehören zu den haushaltsnahen Dienstleistungen. Ledige können bis zu 746 Euro, Verheiratete sogar bis zu 1.493 Euro von der Steuer absetzen.

Telefon- und Internetkosten

Wer sein privates Mobiltelefon auch berufsbedingt verwendet, kann 20 Prozent des Rechnungsbetrags, maximal aber nur 20 Euro im Monat ansetzen.

Pendlerpauschale

Das Finanzamt gewährt eine Pendlerpauschale pro Strecke in Höhe von 30 Cent pro gefahrenem Kilometer (es wird die einfache Strecke berücksichtigt).

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Nicht nur Kosten für Haushaltshilfen können steuerlich geltend gemacht werden, sondern auch anfallende Rechnungen für Gartenarbeiten und Pflegeleistungen. Der Maximalbetrag ist auf 4.000€ gedeckelt.

Freibeträge 2018

Grundfreibetrag: 9.000€
Kinderfreibetrag: 4.788€
Kindergeld (1. und 2. Kind) 194€
Kindergeld (3. Kind) 200€
Kindergeld (ab 4. Kind) 225€

Bewerbungskosten

Es können die Kosten für Fachliteratur, Mappen und Co. von der Steuer abgesetzt werden. Pro elektronischer Bewerbung können 2,50€ angesetzt werden, 8,50€ sind es bei postalischen Bewerbungsschreiben.

Berufsverbände

Wer Mitglied in einer Gewerkschaft oder einem Berufsverband ist, kann seine Beiträge in voller Höhe beim Finanzamt einreichen.

Arbeitszimmer

Arbeitszimmer ist nicht gleich Arbeitszimmer. Das bedeutet, dass der Raum in der Regel nicht für private Zwecke genutzt werden darf. In Frage kommt ein solcher Arbeitsplatz vor allem für Lehrer, Professoren und Co. Bis zu 1.25 Euro können von der Steuer abgesetzt werden.

Altersvorsorge

Seit 2017 können Arbeitnehmer ihre private Altersvorsorge besser absetzen. Beiträge zur gesetlichen Rentenkasse oder zu anderen Versorgungswerken können angesetzt werden. Der Höchstbetrag liegt derzeit bei 23.362 Euro, wovon 84 Porzent steuerlich geltend gemacht werden können.

Betriebliche Altersvorsorge

Oft bietet der Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge an. Bis zu 3.048 Euro werden pro Jahr gefördert. Zusätzlich können 1.800 Euro steuerfrei in eine betriebliche Altersvorsorge investiert werden.

Ehrenamt

Der Freibetrag liegt seit 2013 bei 2.400 Euro. Ehrenamtlich Tätige in Vereinen oder sozialen Einrichtungen können 720 Euro als Aufwandsentschädigung steuerfrei dazu verdienen.

Kinderbetreuung

Eltern, die Kinder unter 14 Jahre haben, können zwei Drittel der Betreuungskosten von der Steuer absetzen. Für behinderte Kinder gibt es keine Altersbeschränkung. Beiträge für Vereine können wiederum nicht steuerlich geltend gemacht werden.

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