Wann erhalte ich vom Finanzamt meine Steuerrückerstattung?

Früher gab es von den Großeltern ab und zu mal ´ne Mark zwischendurch, um sich mal ein Eis kaufen zu können. Vielleicht wurden die Groschen aber auch in diese Kaugummi-Automaten gesteckt, um die zähen Zuckerkugeln ergattern zu können.

Je älter man allerdings wird, desto seltener fallen die unverhofften Geldsegen aus. Ganz im Gegenteil müssen wir eher überall Geld abdrücken, um Rechnungen bezahlen zu können. Umso schöner ist es, wenn es wenigstens eine Möglichkeit gibt, sich etwas Geld zu sichern.

Das Stichwort lautet Einkommensteuererklärung. Ist diese erstellt und eingereicht worden, dauert es nur wenige Wochen, bis die Rückerstattung auf dem Konto landet. Doch wie genau läuft das eigentlich ab und was ist darüber hinaus noch wissenswert?

Erst Steuerbescheid, dann das Geld

Nachdem die Steuererklärung beim Finanzamt eingegangen ist, dauert es unterschiedlich lange, bis diese bearbeitet wird. Leider gibt dazu keine pauschale Antwort. Sind jedoch bereits drei Monate ins Land gegangen, sollte mal nachgefragt werden, ob alles seine Richtigkeit hat. Sind allerdings bereits sechs Monate vergangen, ohne einen Steuerbescheid erhalten zu haben, kann die Bearbeitung angemahnt werden.

Die frühesten Steuerbescheide werden erfahrungsgemäß Anfang April versandt. In der Regel beträgt die Wartezeit durchschnittlich drei bis acht Wochen. Solange der Steuerbescheid nicht erstellt wurde, gibt es auch keine Steuerrückerstattung.

Mit der Post kommt auch der Geldsegen

Mitunter kommt es vor, dass die Steuererstattung bereits auf dem Konto gelandet ist, obwohl der Steuerbescheid noch bei der Post liegt. In der Regel wird der Bescheid aber zeitgleich mit der Überweisung verschickt. Das bedeutet, dass das Geld natürlich nicht in bar ausgezahlt wird, sondern immer direkt aufs angegebene Konto des Empfängers. Die Überweisung erfolgt demzufolge immer automatisch, der Steuerzahler selbst muss nicht tätig werden.

Hinweis: Anders sieht es aus, wenn eine Nachzahlung verlangt wird. Dann gibt der Steuerbescheid darüber Auskunft, bis wann und auf welches Konto die Forderung überwiesen werden muss.

Für wen lohnt sich eine Steuererklärung überhaupt?

Eigentlich für jeden. Viele Arbeitnehmer haben allein schon hohe Fahrtkosten, die meistens schon eine Rückzahlung garantieren. Wer zum Beispiel noch einen doppelten Haushalt führt, kann zusätzlich zu den Fahrtkosten noch Aufwendungen für die Zweitwohnung steuerlich absetzen. Das umfasst beispielsweise Ausgaben für Miete und Einrichtung. Auch Kosten für einen berufsbedingten Umzug können in der Steuererklärung angegeben werden.

Allgemein gehören zu den Werbungskosten sämtliche Posten, die berufsbedingt sind und was der Arbeitgeber nicht bezahlt, von Fachliteratur über Fortbildungen bis hin zur Bewerbungskosten.

Auch Ehe-Partner, die eine auf sich abgestimmte Steuerklassen-Kombination gewählt haben, können in der Regel von einer Rückzahlung profitieren.

In der Steuerklasse II können Alleinerziehende den Entlastungsbetrag in Anspruch nehmen. Ein Steuerklassen-Wechsel ist in diesem Fall anzuraten.

Wenn Kapitalanleger versäumt haben, einen Freistellungsauftrag für die Abgeltungsteuer einzurichten, kann diese womöglich noch zurückgeholt werden. Das ist dann möglich, wenn das Einkommen unter dem Grundfreibetrag oder allgemein der persönliche Steuersatz unter 25 Prozent lag.

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