Warum es manchmal zu einer Steuernachzahlung kommt

Viele Menschen denken sofort an Geld, wenn sie das Wort Steuererklärung hören. Die meisten davon im positiven Sinne, denn schließlich kann sich ein Großteil der Steuerzahler über eine saftige Rückzahlung freuen. Im Laufe eines Jahres können sich die Ausgaben häufen, die die individuelle Steuerlast senken.

Okay, viele drehen auch mit den Augen, wenn sie an das Thema Steuererklärung denken. Das hat vor allem den Hintergrund, das nicht jeder von einem nachträglichen Geldsegen profitiert. Dafür mag es etliche Gründe geben. Eines steht aber auf jeden Fall fest - wer nachzahlen muss, hat nicht ganz so viel Freude beim Ausfüllen der Formulare.

Doch ein Blick in den Steuerbescheid kann sich im Zweifel lohnen. Manchmal schleichen sich auch Fehler ein oder bestimmte Ausgaben wurden vom Finanzbeamten schlichtweg nicht berücksichtigt. Sogar fehlende Unterlagen können im Nachhinein noch anerkannt werden. Wie eine Nachzahlung vermieden werden kann und was es sonst noch zu beachten gibt, erfährst du in diesem Beitrag.

Wenn eine Nachzahlung droht

Man kann schnell ins Wanken kommen, wenn eine stattliche Steuernachzahlung vom Finanzamt verlangt wird. Doch welche Ursachen kann es geben, dass die Steuernachzahlung so hoch ausfällt? Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Pauschalen wurden nicht berücksichtigt, Sonderausgaben nicht anerkannt oder es wurden nicht alle Werbungskosten in der Steuererklärung angegeben.

Hinweis: Unter dem Punkt „Feststellung" im Steuerbescheid gibt es detaillierte Erläuterungen, wie die Steuerrückzahlung bzw. -nachzahlung zustande kommt.

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WAS ZU EINER NACHZAHLUNG FÜHREN KANN

Wichtige Angaben vergessen

  • Sonderausgaben
  • Werbungskosten
  • haushaltsnahe Dienstleistungen
  • außergewöhnliche Belastungen
  • doppelte Haushaltsführung

Kosten wurden nicht anerkannt

  • nicht alle Ausgaben müssen berücksichtigt werden
  • z. B. Anzug für Bürojob muss nicht anerkannt werden, da dieser auch privat genutzt werden kann

PAUSCHALEN WURDEN NICHT ANERKANNT

Beispiele:

  • Kontoführungsgebühren 16 €
  • Arbeitsmittel 110 €
  • Telefon- und Internetkosten 240 €

NACHWEISE WURDEN NICHT EINGEREICHT

Bestimmte Ausgaben müssen mit entsprechenden Belegen nachgewiesen werden. Für das Steuerjahr 2016 sind folgende Posten nachzuweisen:

  • Kapitalertragsteuer und Zinsabschläge
  • außergewöhnliche Belastungen
  • Unterhalt
  • Altersvorsorge
  • Sozialleistungen
  • Spenden
  • Behinderung
  • Studium
  • vermögenswirksame Leistungen

Wenn nur noch ein Einspruch hilft

Nach Erhalt des Steuerbescheids hast du 1 Monat Zeit, Einspruch einzulegen. Zunächst einmal genügt ein formloses Schreiben, das dem Finanzamt auch ohne Nennung von Gründen anzeigt, dass von einem Einspruch Gebrauch gemacht wird. Später kann dieses Schreiben auch noch zurückgezogen werden, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.

Tipp: Soll nur ein bestimmter Teil des Steuerbescheids erneut geprüft werden, ist es ratsam, einen Antrag auf schlichte Änderung zu stellen. Weitere Informationen dazu findest du in unserer Rubrik „Änderungsantrag".

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