Steuererklärung für Beamte: Diese Tipps vereinfachen die Abgabe

Beamte genießen in Deutschland viele Vorteile gegenüber Angestellten, die nicht für den Staat tätig sind. So zahlen sie beispielsweise nicht in die Rentenkasse ein und müssen auch deutlich weniger Lohnsteuer entrichten. So bleibt am Ende des Monats mehr Netto vom Brutto übrig.

Vermeintlich logische Schlussfolgerung: Beamte können mit einer Steuererklärung folglich auch weniger vom Staat zurückholen. Das ist allerdings ein Trugschluss. Denn vor allem die freiwillige Abgabe der Steuererklärung kann viel Geld in die Haushaltskasse spülen.

Mit den folgenden Steuertipps haben es Beamte künftig einfacher, eine Steuererklärung abzugeben. Sie sollen erste Antworten auf die gängigsten Fragen rund um das Thema Steuererklärung geben und etwas Transparenz ins deutsche Steuersystem bringen.

In diesem Fall müssen Beamte eine Steuererklärung abgeben

Etwa die Hälfte der Steuerzahler muss jedes Jahr eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Davon betroffen sind insbesondere auch Soldaten. Ihre tatsächlichen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung können geringer ausfallen, wenn sie beispielsweise von einer truppenärztlichen Versorgung profitieren und demzufolge auch keine Krankenversicherungsbeiträge leisten.

Generell gilt: Beamten wird bei der Berechnung der Lohnsteuer pauschal ein Freibetrag für Krankenversicherungskosten abgezogen. Wenn dann aber keine Beiträge entrichtet wurden, entsteht ein Steuervorteil, weswegen betroffene Beamte eine Steuererklärung abgeben müssen.

Keine Steuertipps mehr verpassen

Freiwillige Abgabe der Steuererklärung für Beamte

Wer nicht von Steuervorteilen als Beamter profitiert, ist zur Abgabe der Steuererklärung in der Regel nicht verpflichtet und kann diese freiwillig einreichen.

Mit der Steuererklärung können diverse Kosten steuerlich geltend gemacht werden. Dazu gehören zum Beispiel Beiträge zur Krankenversicherung oder die Entfernungspauschale zur Arbeitsstätte in Höhe von 30 Cent pro zurückgelegtem Kilometer (einfache Fahrt).

Auch für Beamte gibt es eine Abgabefrist

Bist du als Beamter zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet, hast du bis zum 31.07. des Folgejahres Zeit, diese abzugeben. Wer Hilfe von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein in Anspruch nimmt, kann sich sogar bis zum 31.12. des Folgejahres dafür Zeit lassen. Unter bestimmten Umständen kann auch eine Fristverlängerung beantragt werden.

Etwas entspannter sieht die Situation für Beamte aus, die ihre Steuererklärung freiwillig einreichen können. Sie können ihr Schreiben sogar bis zu vier Jahre rückwirkend abschicken und von einer Rückerstattung profitieren. Stichtag ist dann jeweils der 31.12.

Welche abzugsfähigen Kosten können Beamte in der Steuererklärung ansetzen?

Eines vorweg: Beamte nehmen eine Sonderstellung ein, wenn es um die zu entrichtende Lohnsteuer gilt. Sämtliche Bezüge müssen versteuert werden und die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung werden selbst übernommen. Hinzu kommt, dass teilweise Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung nicht selbst getragen werden müssen.

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung werden im Rahmen der Steuererklärung als Sonderausgaben angesetzt. Allerdings ist das nur auf Basis der Grundsicherung möglich. Zusatzleistungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt. Ist jemand erkrankt, können die Zusatzleistungen aber auch als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden.

Beamte erhalten im Ruhestand Versorgungsbezüge, die zu 100 Prozent versteuert werden müssen. Es kann jedoch von einem Freibetrag, dessen Höhe sich nach dem Pensionsbeginn richtet, profitiert werden. Des Weiteren können Versorgungsfreibeträge und eine Pauschale für Werbungskosten in Höhe von 102 Euro in Anspruch genommen werden.

Weitere absetzbare Kosten im Überblick:

  • Arbeitskleidung
  • Fachliteratur
  • Arbeitsmaterialien
  • Fahrtkosten zur Arbeit
  • haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Fortbildungen
  • Umzüge
  • doppelte Haushaltsführung
  • Spenden
  • berufsbedingte Versicherungen
  • etc.
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