Steuererklärung 2019: Diese Neuerungen kommen auf uns zu

So langsam aber sicher ist auch das Jahr 2018 Geschichte. Wir waren dann wieder rund 220 Tage im Jahr arbeiten, haben etliche Kilometer zurückgelegt, waren mindestens zwei Mal im Urlaub und haben zu guter Letzt mit der ganzen Schufterei im Idealfall eine Stange Geld verdient.

Erstmals wurde die Nachweispflicht gelockert, allerdings gibt es seit Neuestem aber auch höhere Bußgelder, sollte man bei der Erstellung der Steuererklärung schlampig gewesen sein. Wie so oft lässt sich das Ministerium für Finanzen Neuerungen einfallen.

So auch für die Steuererklärung 2019. Es gibt eine neue Abgabefrist, der Steuerfreibetrag wird angehoben und auch die Kinderfeibeträge werden angepasst. Was sonst noch auf uns zukommt und was wir unbedingt beachten sollten, erfährst du hier.

Abgabefrist für die Steuererklärung 2019 wird verschoben

Wer seine Steuererklärung 2019 für das Steuerjahr 2018 macht, hat dafür bis zum 31.07. Zeit. Bisher mussten Steuerzahler, die zur Abgabe verpflichtet waren, die Einkommensteuererklärung immer bis zum 31.05. eines jeden Jahres einreichen. Ab 2019 wird die Frist um zwei Monate nach hinten verlegt.

Grundfreibetrag wird ab 2019 angehoben

Der Steuertarif wird zugunsten der Bürger angepasst. Dieser steigt 2019 um 168 Euro auf 9.168 Euro. Dabei handelt es sich um das sogenannte Existenzminimum. Bis zu dieser Grenze bleibt das Einkommen steuerfrei. Die Erhöhung des Grundfreibetrags ist also für alle Steuerzahler eine positive Nachricht.

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Mehr Kindergeld ab 2019

Auch Familien können ein wenig aufatmen. Für sie gibt es ab 2019 nämlich mehr Kindergeld. Allerdings gilt der neue Betrag erst ab Juli des Jahres.

Übersicht der neuen Kindergeldbeträge:

Kinderfreibeträge werden ab 2019 angehoben

Auch die Kinderfreibeträge werden ab 2019 deutlich angehoben. Davon können Familien profitieren, die anstelle des Kindergeldes den Kinderfreibetrag in Anspruch nehmen.

Im Folgenden sind die Kinderfreibeträge pro Kind aufgelistet. In der rechten Spalte befinden sich die Freibeträge inklusive Betreuungsfreibetrag:

Abschaffung des Solidaritätszuschlags?

Der Koalitionsvertrag von 2018 sieht vor, dass der Solidaritätszuschlag schrittweise abgebaut werden soll. Die CDU/CSU und SPD planen, dass im Rahmen einer Gleitzone eine Freigrenze eingeführt werden soll, die das Ziel hat, rund 90 Prozent der Steuerzahler vom Soli zu befreien. Bis heute ist noch nicht eindeutig geklärt worden, wie genau der schrittweise Abbau aussehen soll. Anfang 2021 soll der Solidaritätszuschlag nach und nach zurückgeschraubt werden.

Weitere Neuheiten ab 2019

  • Anhebung des Mindestlohns: ab 01.01.2019 beträgt dieser 9,19 Euro pro Stunde
  • Beiträge zur Arbeitslosenversicherung: der Beitragssatz wird um 2,6 Prozent gesenkt
  • Beiträge zur Krankenversicherung: Beitragssatz in Höhe von 14,6 Prozent bleibt bestehen, Zusatzbeitrag soll künftig von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichen Teilen getragen werden
  • Beiträge zur Pflegeversicherung: Beitrag soll um voraussichtlich 0,3 Prozent steigen
  • Midijobs: Gleitzone liegt fortan zwischen 450,01 Euro und 1.300 Euro
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