Rund ums Auto - Kosten von der Steuer absetzen

Es ist gar nicht mal so selbstverständlich, ein Auto zu besitzen und damit quer durchs Land düsen zu können. Bis vor 30 Jahren war das eher ein Privileg von Gutverdienern. Allein schon die Anschaffung kostete damals ein Vermögen. Natürlich gibt es auch heute noch keine Grenzen nach oben, einen Gebrauchtwagen für kleines Geld gibt es inzwischen aber an jeder Straßenecke.

Doch damit ist ja noch lange nicht genug. Ein Auto muss auch gewartet werden. Und Durst hat die Asphaltblase. Bei den derzeitigen Sprit-Preisen überlegt man es sich schon 2 Mal, ob man nicht lieber auf den Drahtesel zurückgreifen sollte. Als wäre das nicht schon genug, müssen Autofahrer noch Ausgaben für Reparaturen, Steuern und Versicherungen einplanen. Für viele ist das Verlangen nach Mobilität auf 4 Rädern dann schon gar nicht mehr so groß.

Bei all den Kosten, die auf einen zukommen, schaut der Staat nicht tatenlos zu. So können im Rahmen einer Steuererklärung einige Ausgaben angegeben werden. Welche das sind und wie Steuerzahler am besten profitieren, ist Thema dieses Artikels.

Geld mit der Steuerklärung sparen

Im Bereich der Sonderausgaben kann zum Beispiel die Kfz-Haftpflichtversicherung abgesetzt werden. Nicht berücksichtigt werden hierbei Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen.

Einen wesentlichen Anteil macht die Pendlerpauschale aus. Arbeitswege können von Steuerzahlern im Rahmen von Werbungskosten beim Finanzamt eingereicht werden. Die Pauschale beträgt 30 Cent pro gefahrenem Kilometer. Mit welchem Verkehrsmittel die Strecke zurückgelegt wird, spielt dabei keine Rolle. Der Höchstbetrag liegt bei 4.500€ pro Kalenderjahr.

Das gibt es zu beachten

Vom Pauschbetrag kann grundsätzlich jeder profitieren. Wichtig ist hierbei nur, dass bei der Einkommensteuererklärung jeweils nur die Kilometerzahl pro einfache Fahrt mit 30 Cent multipliziert wird. Hin- und Rückwege zusammen werden vom Finanzamt nicht berücksichtigt. Eine einzelne Auflistung der zurückgelegten Fahrten lohnt sich aber erst dann, wenn der Arbeitnehmer-Pauschbetrag in Höhe von 1.000€ überschritten wird.

Letztlich entscheiden das Einkommen und der persönliche Steuersatz über eine mögliche Rückerstattung.

Hinweis: Wer mehrere Jobs ausübt, kann demzufolge auch gesondert mehrere Arbeitswege steuerlich geltend machen. Des Weiteren müssen Arbeitnehmer, die an mehreren Standorten eingesetzt werden, immer die zurückgelegten Fahrten zur „ersten Tätigkeitsstätte" angeben. Welche das ist, ist in der Regel im Arbeitsvertrag festgelegt.

Keine Steuertipps mehr verpassen

Erste Tätigkeitsstätte

Können Fahrten nur mit einfacher Fahrt zur ersten Tätigkeitsstätte abgerechnet werden, werden Hin-und Rückwege von der Wohnung zu allen weiteren Arbeitsplätzen zusammen berücksichtigt. Wer solche Fahrten zurücklegen muss, kann mit einer hohen Rückerstattung rechnen.

Mitunter legen Arbeitnehmer nur einen Teil ihrer Strecke mit dem eigenen PKW zurück und fahren den Rest mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. In solchen Fällen kann die Strecke gesplittet werden. Die Fahrt bis zum Parkplatz kann mit 30 Cent pro gefahrenem Kilometer berechnet werden. Hinzu kommen die Kosten für das Jobticket.

Übrigens: Mitglieder von Fahrgemeinschaften (auch Ehepaare, die einen gemeinsamen Weg zurücklegen) können ihre Kosten ganz normal mit der Pauschale pro einfache Fahrt in der Steuererklärung angeben.

Fahrtkosten sind höher als 4.500€

Der Höchstbetrag von 4.500€ wird von einigen Arbeitnehmern überschritten. Diese können ihre Ausgaben dann in einem Fahrtenbuch dokumentieren und folglich höhere Beträge von der Steuer absetzen. Wer diese Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegt, sollte entsprechende Rechnungen aufbewahren. Fahrten mit dem privaten Wagen können als tatsächliche Kosten abgerechnet werden.

Wichtig dabei ist, dass zwischen Privat- und Firmenfahrten sauber getrennt wird. Das funktioniert am besten mit einem exakt geführten Fahrtenbuch sowie Tank- und Reparaturbelegen. Erstattet der Arbeitgeber aber die Kosten, dürfen sie logischerweise nicht in der Steuererklärung aufgeführt werden.

Hinweis: Auch Kosten für Umzüge werden in voller Höhe vom Finanzamt berücksichtigt. Zudem werden Unfallkosten und Ausgaben für die Kasko-Selbstbeteiligung, den Abschleppdienst oder Anwalts- sowie Gerichtsgebühren unter Umständen anerkannt. Das gilt allerdings nur für Unfälle, die auf dem Arbeitsweg passiert sind und die nicht von der eigenen oder gegnerischen Versicherung abgedeckt wurden.

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