Haftpflichtversicherung: Kann ich Beiträge von der Steuer absetzen?

Man kann sich in Deutschland gegen so ziemlich alles versichern lassen. Models lassen ihre Beine versichern, für nur wenige Euro im Jahr kann man sich gegen das Steckenbleiben im Fahrstuhl versichern lassen und wenn alles nichts hilft, kann man sich noch gegen Aktieneinbrüche versichern lassen.

Es gibt neben all den scheinbar unnötigen Policen aber auch Versicherungen, die dringend anzuraten sind. So schließen die meisten Menschen eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab oder sie entscheiden sich für eine Police, die die Anschaffungskosten für den eigenen Hausrat im Schadensfall ersetzt.

Eine Versicherung gehört aber zur Basis - die Haftpflichtversicherung. Diese übernimmt die Kosten für Schäden, die man selbst verursacht hat. Man versichert sich somit also gegen einen finanziellen Ruin. Doch sind die Kosten für die Police auch von der Steuer absetzbar?

Haftpflichtversicherung: Beiträge von der Steuer absetzen

Haftpflichtversicherte können ihre geleisteten Beiträge in der Steuererklärung angeben und somit Steuern sparen. Nicht zuletzt deswegen lohnt es sich doppelt, eine solche Police abzuschließen.

In der Regel werden Beiträge monatlich entrichtet. Je nach Versicherung können die Zahlungen aber auch vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich getätigt werden. In welchem Rhythmus die Beiträge gezahlt werden, spielt für das Finanzamt keine Rolle.

Neben der privaten Haftpflichtversicherung können in der Steuererklärung auch Beiträge für folgende Versicherungen angegeben werden:

  • Altersvorsorge
  • Berufsunfähigkeitsverischerung
  • Krankenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Risiko-Lebensversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • etc.

Ausagben für eine Haftpflichtversicherung mit der Steuererklärung zurückholen

Das Finanzamt berücksichtigt die Kosten für eine private Haftpflichtversicherung als Vorsorgeaufwendungen. Neben der privaten Haftpflichtversicherung können auch andere Arten von Haftpflichtversicherungen steuerlich geltend gemacht werden.

Beispiele:

  • Tierhalter-Haftpflichtversicherung
  • Haus- und Grundbesitzhaftpflichtversicherung
  • Bauherren-Haftpflichtversicherung
  • Gewässerschäden-Haftpflichtversicherung
  • etc.

Haftpflichtversicherung: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Um die Kosten für eine Haftpflichtversicherung überhaupt steuerlich geltend machen zu können, müssen vorab bereits Steuern gezahlt worden sein. Das bedeutet, dass steuerpflichtige Einnahmen zugrunde liegen müssen. Versicherungsbeiträge können allerdings nicht in beliebiger Höhe angesetzt werden, vielmehr gibt es vom Staat festgelegte Höchstgrenzen.

Diese Grenzbeträge gelten:

  • 1.900 Euro für Angestellte, Beamte, Rentner und Pensionäre
  • 2.800 Euro für Selbstständige
  • 3.800 Euro für Verheiratete

Hinweis: Eine Garantie auf eine Steuererstattung gibt es natürlich nicht. Das liegt daran, dass viele Steuerzahler schon durch die Angabe der Ausgaben für die Krankenversicherung die Höchstgrenze beim Vorsorgeaufwand erreichen.

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