Steuererklärung: Diese Fristen solltest du einhalten

Arbeitnehmer kennen wahrscheinlich das Gefühl, ständig die Zeit im Nacken zu haben. Zeitdruck sorgt nicht nur für puren Stress, vielmehr verleitet er uns auch dazu, schnell Fehler zu machen.

Kein Wunder also, dass wir Deadlines schnell ausblenden, um unsere Ruhe zu haben. Meistens sehen wir uns dann aber auch dazu gezwungen, alles auf den letzten Drücker zu erledigen. Und das führt wiederum zu Stress - ein Teufelskreislauf.

Ähnlich sieht es mit der Steuererklärung aus. Obwohl die meisten von einer satten Rückerstattung ausgehen können, drücken sich viele vor der Abgabe. Und dann kann es einfach passieren, dass Fristen versäumt werden. Damit das zukünftig nicht mehr geschieht, klären wir dich jetzt über die verschiedenen Deadlines auf.

Allgemeines

Nicht jeder muss eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Grundsätzlich kann aber jeder, der möchte, eine Einkommensteuererklärung erstellen und absenden.

Es gelten verschiedene Abgabefristen, die eingehalten werden müssen, da sonst Konsequenzen drohen. Stellt sich natürlich die Frage, wer überhaupt dazu verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben und wer nicht.

Zur Abgabe verpflichtet

Zur Abgabe verpflichtet bist du, wenn:

  • neben dem Arbeitslohn hinaus zusätzliche Einnahmen von mehr als 410€ pro Jahr erzielt wurden (können auch Einkünfte aus Verpachtung oder Vermietung sein)
  • Finanzamt Freibetrag eingetragen hat
  • Leistungen wie ALG1, Kurzarbeitergeld, Elterngeld oder Krankengeld bezogen wurden (auch hier müssen es mehr als 410€ pro Jahr sein)
  • Ehe- oder Lebenspartner Arbeitslohn bezogen haben und einer nach Steuerklasse V oder VI besteuert wurde oder wenn Ehe- oder Lebenspartner die Steuerklasse IV mit Faktor gewählt haben
  • Lohn von mehreren Arbeitgebern bezogen wurde
  • selbstständig gearbeitet wurde
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Frist für Steuerpflichtige (Pflichtveranlagung)

Wer eine Steuererklärung abgeben muss, hat dafür bis zum 31.05. des Folgejahres Zeit. Für das Jahr 2016 muss die Erklärung also bis zum 31.05.2017 eingegangen sein. Sollte dieser Stichtag auf einen Wochenendtag fallen, verlängert sich die Frist automatisch auf den nächsten Werktag.

Manchmal kann es sein, dass jemand nicht dazu in der Lage ist, rechtzeitig eine Steuererklärung anzufertigen. In solchen Fällen kann das Finanzamt informiert und der Abgabetermin verlängert werden. Es ist ratsam, eine Fristverlängerung rechtzeitig zu beantragen, da es sonst Sanktionen geben kann.

Hinweis: Am einfachsten reichst du eine Verlängerung schriftlich ein. Auf dem Schreiben muss vermerkt sein, bis wann die Steuererklärung voraussichtlich eingehen wird.

Weitere Fristen

Weitaus längere Fristen gelten für Lohnsteuervereine und Steuerberater. Wer also deren Hilfe in Anspruch nehmen möchte, hat viel mehr Zeit zur Erstellung der Einkommensteuererklärung. Stichtag ist dann nämlich erst der 31.12. des Folgejahres oder unter Umständen sogar erst der 28.02. des übernächsten Jahres.

Was passiert, wenn ich keine Steuererklärung abgebe?

Arbeitnehmer, die dazu verpflichtet sind, Auskunft über ihre Einnahmen und Ausgaben zu geben, müssen mit Konsequenzen rechnen, sollten sie eine Abgabe verwehren. Du kannst davon ausgehen, dass dein zuständiges Finanzamt auf dich zukommt und niemanden vergisst.

Im schlimmsten Fall kann das Amt Verspätungszuschläge und Nachzahlungszinsen veranschlagen, die sehr schnell sehr teuer werden können. Keine Steuererklärung abzugeben, ist demnach keine Option.

Freiwillige Abgabe einer Steuererklärung

Nicht jeder muss auch tatsächlich eine Erklärung beim Finanzamt einreichen. Freiwillige haben 4 Jahre Zeit dafür. Das bedeutet, dass du rein theoretisch im Jahr 2017 eine Steuererklärung fürs Jahr 2013 abgeben kannst.

Die Frist ist für Freiwillige dann immer der 31.12. eines jeden Jahres. Das heißt, dass die Post bis dahin beim Amt eingegangen sein muss. Wer seinen Wisch erst am letzten Tag des Jahres abschickt, muss davon ausgehen, dass die Frist versäumt wird.

Hinweis: Wer diese Frist nicht einhält, dessen Steuererklärung wird schlichtweg einfach nicht mehr beachtet und eine Bearbeitung durch den Sachverständigen findet nicht statt.

Wenn das Finanzamt zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung auffordert

Sollte der Fall eintreten, dass dich das Finanzamt dazu auffordert, eine Steuererklärung abzugeben, dann legt dieses auch den Abgabetermin fest. Bei Nichtbeachtung der gesetzten Frist wird ein Verspätungszuschlag verordnet.

Aber kein Grund zur Panik. Auch in diesem Fall kannst du eine Fristverlängerung schriftlich beantragen.

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Uwe
15. April, 07:42 Uhr

Gute Erklärung, auch unter 'zur Abgabe verpflichtet'.