Wie du Fahrtkosten von der Steuer absetzen kannst

Irgendwie muss jeder zur Arbeit gelangen. Manche können ganz bequem zu Fuß zum Arbeitsplatz schlendern, andere wiederum sind auf sämtliche Verkehrsmittel angwiesen. Ob Auto, Bus, Zug oder Fahrrad - Hauptsache ist, dass wir tagtäglich püntklich ans Ziel kommen.

Der Weg zum Job an sich kann schon zeitaufwendig sein, vor allem ist die halbe Weltumschiffung aber auch kostspielig. Das Monatsticket muss bezahlt, das Auto vollgetankt und das Fahrrad auf Vordermann gebracht werden. Um diese Posten löhnen zu können, müssen wir arbeiten gehen - ein Teufelskreislauf.

Gut, dass der Staat nicht tatenlos dabei zusieht. Fahrtkosten können in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten. Wir bringen ein wenig Licht ins Dunkel.

Wissenswertes zu den Fahrtkosten

Arbeitnehmer haben in Deutschland 2 Möglichkeiten, angefallene Fahrtkosten wieder zurückzuholen. Sie können sich das Geld zum einen von ihrem Arbeitgeber erstatten lassen oder sie geben die Ausgaben in der Steuererklärung an.

Fahrtkosten enststehen immer dann, wenn für den Weg zur Arbeitsstätte Beförderungsmittel genutzt werden. Grundsätzlich lassen sich Fahrtkosten in 3 Kategorien einteilen:

  • Weg von zu Hause zur Arbeit und zurück
  • Familienheimfahrten für Pendler
  • Auswärtstätigkeiten im Auftrag der Firma

Im Rahmen von Werbungskosten können solche Fahrten steuerlich geltend gemacht werden.

Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte

Im Zusammenhang mit Fahrten zur Arbeitsstätte können Arbeitnehmer die Pendlerpauschale in Anspruch nehmen. Um die Höhe der Pauschale ermitteln zu können, wird die Strecke zur Arbeit in Kilometern mit 30 Cent multipliziert. Zu beachten ist dabei, dass nur die einfache Fahrt berücksichtigt wird.

Zudem wird einzig der kürzeste Weg vom Finanzamt akzeptiert. Längere Arbeitswege müssen dem Sachbearbeiter daher begründet werden. Die Pendlerpauschale beträgt pro Kalenderjahr maximal 4.500€. Bereits ab 16 Kilometern lohnt es sich, von der Pauschale Gebrauch zu machen.

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Fahrten zur Familie bei doppelter Haushaltsführung

Viele Arbeitnehmer arbeiten weit entfernt vom eigentlichen Wohnsitz und sehen sich gezwungen, innerhalb der Woche zu pendeln. Pro Woche kann dann eine Heimfahrt von der Steuer abgesetzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass eine doppelte Haushaltsführung vorliegt.

Hinweis: Wer mit einer Mitfahrgelegenheit in die Heimat fährt, kann ebenfalls von der Pendlerpauschale profitieren. Es spielt keine Rolle, ob dabei tatsächlich Kosten angefallen sind. Sofern der Arbeitgeber die Kosten für Heimfahrten übernimmt, kommt die Pendlerpauschale für den Arbeitnehmer nicht mehr in Frage.

Fahrten zur Auswärtstätigkeit

Im Prinzip kommt immer der Arbeitgeber für Fahrtkosten zur Auswärtstätigkeit auf. Diese sind nämlich als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. Sollten die Kosten allerdings nicht übernommen werden, lohnt es sich auf jeden Fall, sämtiche Fahrten dem Finanzamt anzugeben.

Kilometerpauschale gilt für jeden ohne Nachweise:

  • 30 Cent für PKW je gefahrenem Kilometer
  • mit Motorrad, Motorroller, Moped und Mofa 20 Cent je gefahrenem Kilometer

Fahrtkostenabrechnung

Arbeitgeber können die entstandenen Ausgaben für Fahrten auch einzeln von der Steuer absetzen. Dann wird dem Arbeitnehmer ein standardisiertes Formular zur Fahrtkostenabrechnung an die Hand gegeben.

Folgende Angaben muss eine Fahrtkostenabrechnung enthalten:

  • Reisedatum
  • Anlass der Reise
  • Beförderungsmittel
  • zurückgelegte Strecke
  • Gesamtausgaben
  • Belege für öffentliche Verkehrsmittel
  • Name des Fahrers
  • Kontodaten des Antragstellers
  • Datum des Antrags
  • Unterschrift
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