Einkommensteuervorauszahlung: Das sollten Steuerzahler wissen

Wenn sich nicht alles ums Essen dreht, dreht sich zumindest alles ums Geld. In den Schaufenstern der Einkaufsmeilen hängen überall Rabatte, die Werbung im TV lockt einen mit Schnäppchen-Preisen und selbst der Discounter verkauft den Liter Milch für unter 50 Cent.

Unser ganzes Handeln ist also immer ausgerichtet auf Konsum. Kann man sich dieses Jahr noch einen Urlaub leisten? Kann ich am Wochenende wirklich ins Restaurant gehen, obwohl der Kühlschrank voll ist? Und wie soll ich für den nächsten Umzug die Kaution alleine stemmen? Fragen über Fragen.

Aber auch beruflich geht es nur ums Geld. Schließlich gehen wir deswegen ja arbeiten. Ob Selbstständiger, Freiberufler oder Angestellter - der Fiskus möchte auf jeden Fall von jedem Steuern kassieren. Für Selbstständige und Freiberufler gibt es allerdings eine Besonderheit - die Einkommensteuervorauszahlung.

Was ist eigentlich eine Einkommensteuer?

Bei der Einkommensteuer handelt es sich um eine direkte Steuer. Sie wird in Deutschland auf die Einkünfte natürlicher Personen erhoben. Die Einkommensteuer als Gemeinschaftsteuer stellt die wichtigste Einnahmequelle des Staates dar. Im Gegensatz zu natürlichen Personen müssen Unternehmen die sogenannte Körperschaftsteuer abführen.

Generell müssen hierzulande sowohl Einkommen aus selbstständiger als auch Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit versteuert werden. Die Grundlage zur Berechnung der Höhe ist im Einkommensteuergesetz (EStG) festgeschrieben.

Einkommensteuervorauszahlung für Selbstständige und Freiberufler

Im Gegensatz zu Angestellten, die die Einkommensteuer bereits über ihre Lohnsteuermerkmale monatlich abführen, müssen Selbstständige und Freiberufler eine Vorauszahlung leisten. Über die Höhe der Einkommensteuer gibt der Steuerbescheid Auskunft, in diesem Fall der Vorauszahlungsbescheid. Bis dieser jedoch im Briefkasten landet, müssen bereits Vorauszahlungen geleistet werden. Die Höhe der zu entrichtenden Steuer orientiert sich dabei immer am Einkommen, das im letzten Veranlagungszeitraum erwirtschaftet wurde.

Setzt das Finanzamt eine zu hohe Steuerlast an, weil sich beispielsweise die Einkommensverhältnisse geändert haben, kann auf Antrag eine Herabsetzung der Einkommensteuer beim Finanzamt erwirkt werden.

Ab wann greift eine Einkommensteuervorauszahlung für Selbstständige und Freiberufler?

Eine Vorauszahlung ist prinzipiell nur dann notwendig, wenn sie mindestens 400 Euro im Kalenderjahr und mindestens 100 Euro für einen Vorauszahlungszeitpunkt beträgt. Generell werden für die Berechnung der Einkommensteuer auch Kosten wie Sonderausgaben, Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen und Co. berücksichtigt. Anschließend werden die Vorauszahlungen in der Regel immer am 10.03., 10.06., 10.09. und 10.12. geleistet.

Hinweis: Liegt das Einkommen unter dem Freibetrag von 9.000 Euro (Stand 2018), fällt keine Einkommensteuer an. Dabei ist es unerheblich, ob das Einkommen aus selbstständiger oder nichtselbstständiger Arbeit stammt.

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