So kannst du Betriebskosten von der Steuer absetzen

Wenn im Winter draußen der Schnee fällt, es bereits um 17 Uhr dunkel ist und abends der Wind um die Häuser fegt, ist es umso schöner, wenn man einfach die Heizung auf höchste Stufe stellen und sich unter der Decke einkuscheln kann. In diesen Momenten denkt man dann natürlich nicht an die jährliche Betriebskostenabrechnung.

Wer dazu noch gerne lange und ausgiebig badet, braucht sich nicht zu wundern, wenn ein Mal im Jahr die böse Überraschung auf einen wartet. Zwar zahlen wir monatlich einen Abschlag für diverse Posten, trotzdem ist es eher die Ausnahme, dass man eine Rückzahlung erhält.

Und genau das ist das Problem - viele Rechnungen fallen dann sogar unangenehm hoch aus. Eine gute Nachricht gibt es allerdings: Bestimmte Ausgaben können in der Einkommensteuererklärung abgesetzt werden. Das betrifft in erster Linie haushaltsnahe Dienstleistungen sowie Handwerkerkosten. Wie genau das funktioniert und was es darüber hinaus zu beachten gibt, erfährst du in diesem Artikel.

Dienstleistungen in der Steuererklärung angeben

Grundsätzlich sollte nach Erhalt der Betriebskostenabrechnung diese erstmal auf eventuelle Fehler hin überprüft werden. Nicht selten schleichen sich in die Abrechnung Unstimmigkeiten ein, die schnell sehr teuer werden können. Wer bereits über ältere Rechnungen verfügt, kann sie miteinander vergleichen und so herausfinden, wo es Unterschiede gibt und wo es zu Preissteigerungen gekommen ist.

Betriebskosten mindern in der Regel die Steuerlast der Bürger. Das hat den Hintergrund, dass einige Ausgaben als haushaltsnahe Dienstleistungen in der Steuererklärung angegeben werden können. Auch Handwerkerkosten können ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden.

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Welche Posten werden vom Finanzamt berücksichtigt?

Haushaltsnahe Dienstleistungen:

  • Reinigung der Wohnung
  • Gartenpflege
  • Renovierungskosten
  • Modernisierungskosten
  • Schneeräumdienste
  • Hausmeisterdienste
  • Fensterputzer

Handwerkerleistungen:

  • Tapezierarbeiten
  • Fassadenarbeiten
  • Dacharbeiten
  • Bodenarbeiten
  • Malerarbeiten
  • Austausch von Heizungsanlagen
  • Zimmermodernisierungen

Wie viel kann ich absetzen?

Das Finanzamt erkennt 20 Prozent der Arbeitskosten an, jedoch beteiligt es sich nicht an den reinen Materialkosten. Wer demnach 300 Euro Hausmeisterkosten hatte, dessen Steuerlast wird um 60 Euro gemindert. Setzen sich die 300 Euro aus Arbeits- und Materialkosten zusammen, dann muss der Betrag für das Material dementsprechend abgezogen werden.

Hinweis: Nicht jedes Finanzamt akzeptiert die beigefügte Betriebskostenabrechnung als Nachweis. Aber keine Sorge: Der Vermieter muss einen separaten (kostenlosen) Nachweis der Abrechnung aushändigen, den der Sachbearbeiter dann problemlos anerkennt. Bei der extra angefertigten Rechnung werden die Kosten einzeln aufgelistet. Die Ausgaben sind somit besser für den Finanzbeamten nachzuvollziehen.

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