Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst: Wie sieht es mit der Besteuerung aus?

Nach der Schulzeit wissen viele junge Menschen häufig noch nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Sofort studieren und sich den Kopf weiterhin mit Wissen vollstopfen, nach Thailand gehen für ein Jahr oder doch lieber etwas Sinnvolles für die Gesellschaft leisten?

Bei solch wichtigen Entscheidungen ist die Qual der Wahl groß. Seit Abschaffung der Bundeswehrpflicht leiden vor allem Pflegeeinrichtungen unter Personalmangel. Nichtsdestotrotz entscheiden sich viele Menschen für einen Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Während dieser Zeit erhält man auch eine Art Gehalt. Doch wie sieht es eigentlich mit der Versteuerung aus? Bleibt am Ende des Monats überhaupt noch etwas übrig von meinem Lohn? Und was sollte man sonst noch wissen?

Was bedeutet Bundesfreiwilligendienst (BFD) und Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)?

Der Bundesfreiwilligendienst wurde in Deutschland 2011 zur freiwilligen, gemeinnützigen und unentgeltlichen Arbeit eingeführt. Ziel und Zweck ist es, das Allgemeinwohl zu fördern. Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) kann vor allem in sozialen, ökologischen, kulturellen Gebieten als auch in den Bereichen Sport, Integration sowie Zivil- und Katastrophenschutz Anwendung finden. Er dient als Ergänzung zum Freiwilligen Sozialen Jahr.

Das Freiwillige Soziale Jahr richtet sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene, die die Schule bereits hinter sich haben und noch jünger als 27 Jahre alt sind. Auch hier sind die möglichen Einsatzgebiete vielfältig.

Folgende Bereiche kommen beispielsweise in Frage:

  • soziale Bereiche
  • Sport
  • Kultur
  • Politik
  • Denkmalpflege
  • ökologische Bereiche
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Besteuerung des Bundesfreiwilligendienstes und Freiwilligen Sozialen Jahres

Wer freiwillig im Bundesfreiwilligendienst tätig ist, erhält nicht selten neben dem Taschengeld auch noch Verpflegung und Unterkunft. So werden insgesamt Geldleistungen und geldwerte Sachleistungen bezogen.

Generell gilt, dass zum steuerpflichtigen Arbeitslohn sämtliche Einnahmen zählen, die einem Angestellten während eines Dienstverhältnisses zufließen. So sind Geld- und Sachleistungen im Rahmen des BFD laut Gesetz ebenfalls steuerpflichtige Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit.

Keine Steuern aufs Taschengeld

Zwar werden, wie bereits erwähnt, Steuern auf Einnahmen fällig, allerdings gilt das nicht für das Taschengeld. Dieses ist nämlich laut Einkommensteuergesetz steuerfrei.

In der Regel ist es so, dass die Gesamteinkünfte (Taschengeld, Geldleistungen und Sachleistungen) niedriger sind als der gesetzlich festgesetzte Grundfreibetrag (Stand 2018: 9.000 Euro). Demzufolge entsteht auch keine Steuerlast bei den Freiwilligen.

Hinweis: Wer zusätzliche Einnahmen aus anderen Quellen hat, wird unter Umständen doch Steuern entrichten müssen, sofern der Grundfreibetrag mit allen Einkünften überschritten wird.

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