Fahrtkosten: Bahncard von der Steuer absetzen

Aufstehen, duschen, Zähne putzen und auf dem Weg zur Arbeit die bereits am Vorabend geschmierte Stulle im Zug verzehren. So oder so ähnlich sieht nicht selten der Alltag von vielen Berufspendlern aus, die tagtäglich auf die Bahn angewiesen sind.

Einen Fahrschein für die einzelen Strecken zu kaufen, lohnt sich in der Regel nicht, da das auf Dauer schnell viel zu teuer wird. Wer also nicht drum herum kommt und mit dem Zug zur Arbeit fahren muss, sollte sich eine Bahncard besorgen.

Diese ist zwar nicht günstig, aber im Vergleich zu den Einzelpreisen trotzdem wirtschaftlicher. Ob nun Bahncard 25, 50 oder gar 100 - absetzbar sind die Ausgaben für das Jahresticket auf alle Fälle. Wie das geht, erfährst du hier.

Entfernungspauschale gilt für alle

Wer die Ausgaben für die Bahncard nicht ansetzen möchte, hat auch die Möglichkeit, sich auf anderem Weg Geld vom Staat zurückzuholen. Im Zusammenhang mit Fahrten zur Arbeitsstätte können Arbeitnehmer nämlich die Pendlerpauschale in Anspruch nehmen. Um die Höhe der Pauschale ermitteln zu können, wird die Strecke zur Arbeit in Kilometern mit 30 Cent multipliziert.

Zu beachten ist dabei, dass nur die einfache Fahrt berücksichtigt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Weg mit dem Auto, der Bahn oder zu Fuß zurückgelegt wird. Von der Pauschale kann also jeder profitieren.

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Welche Möglichkeiten gibt es?

Arbeitnehmer haben in Deutschland zwei Möglichkeiten, angefallene Fahrtkosten wieder zurückzuholen. Sie können sich das Geld zum einen von ihrem Arbeitgeber erstatten lassen oder sie geben die Ausgaben in der Steuererklärung an.

Fahrtkosten enststehen immer dann, wenn für den Weg zur Arbeitsstätte Beförderungsmittel genutzt werden. Grundsätzlich lassen sich Fahrtkosten in drei Kategorien einteilen:

  • Weg von zu Hause zur Arbeit und zurück
  • Familienheimfahrten für Pendler
  • Auswärtstätigkeiten im Auftrag der Firma

Im Rahmen von Werbungskosten können solche Fahrten steuerlich geltend gemacht werden.

Die Bahncard in der Steuererklärung

Wer mit der Bahn regelmäßig zur Arbeitsstätte fährt oder das Verkehrmittel für Geschäftsreisen nutzt, kann die Kosten für die Bahncard als Werbungskosten im Rahmen der Einkommensteurerklärung steuerlich geltend machen.

Aber auch eine Erstattung der Kosten durch den Arbeitgeber ist möglich. Das ist der einzige Weg, um sich die vollen Ausgaben wieder zurückzuholen. Eine steuerfreie Kostenerstattung ist aber nur dann möglich, wenn der Arbeitgeber durch den Einsatz der Bahncard die steuerfreie Reisekostenerstattung für den jeweiligen Arbeitnehmer mindern kann. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer die Bahncard nur für dienstliche Wege nutzt.

Hinweis: Wird die Bahncard ausschließlich privat genutzt, dann ist der Werbungskostenabzug bzw. die steuerfreie Kostenerstattung durch den Arbeitgeber nicht mehr möglich.

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