Mit der Riester-Rente fürs Alter vorsorgen

Wir alle kommen nicht ums Älterwerden herum. Wir wünschen uns, möglichst alt zu werden und solange es geht, gesund und agil zu bleiben. Die eigenen Enkelkinder oder gar Urenkel-Kinder aufwachsen zu sehen, muss etwas Wunderbares sein. Es ist ein großes Glück, in Würde den Lebensabend genießen zu dürfen.

Wo wir schon beim Thema Würde und Alter sind. Oft schließen sich diese beiden Begriffe aus. Denn zum würdevollen Altern gehört eben auch, finanziell abgesichert zu sein und sich keine Sorgen um den nächsten Tag machen zu müssen. Und genau das ist aber leider immer problematischer.

Inzwischen sind viele schon ganz verunsichert, weil sie nicht wissen, wie sie vorsorgen sollen. Eine Immobilie kaufen? Von welchem Geld denn? Gold kaufen? Da ist die Rendite eher gering. Riestern? Lohnt sich das für mich überhaupt? Jeder erzählt etwas anderes. Grund genug, sich mal genauer mit der Riester-Rente zu befassen.

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Für wen lohnt sich die Riester-Rente?

Nicht für jeden ist die Riester-Rente eine lohnende Altersvorsorge. Zwar beteiligt sich der Staat bei diesem Modell besonders stark, trotzdem sollten einige davon lieber die Finger lassen.

Grundsätzlich kommt fürs Riestern jeder Arbeitnehmer in Frage. Voraussetzung ist, dass auch in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wird.

Diese Berufsgruppen können von einer Förderung profitieren:

  • Arbeitnehmer
  • Arbeitnehmer mit Behinderung
  • Notare
  • Personen, die eine Erwerbsminderungsrente beziehen
  • Kindererziehende
  • Menschen im Freiwilligendienst
  • Beamte
  • Bezieher von Arbeitslosen-, Kranken-, Verletzten- oder Übergangsgeld
  • Bezieher von Vorruhestandsgeld
  • geringfügige Beschäftigte, die in die Rentenversicherung einzahlen
  • Selbstständige, die rentenpflichtversichert sind

Wer kann die Riester-Rente nicht in Anspruch nehmen?

  • nicht rentenversicherungspflichtige Studenten
  • Pflichtversicherte der berufsständischen Versorgung
  • geringfügig Beschäftigte, die nicht in die Rentenversicherung einzahlen
  • Menschen, die bereits Rente beziehen

Welche Varianten der Riester-Rente gibt es?

  • Fondssparen: empfehlenswert für jüngere Personen
  • Riester-Versicherung
  • Banksparen: empfehlenswert für ältere Personen
  • „Wohn-Riester"
  • fondsgebundene Versicherung
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Funktionsweise der Riester-Rente

Wer einen Riester-Vertrag abschließt, schließt einen Vertrag mit einer bestimmten Bank oder Versicherung. Dabei handelt es sich im Prinzip um einen Sparvertrag, bei dem bis zum Renteneintritt festgelegte Beiträge eingezahlt werden. Wie hoch die Beiträge ausfallen, kann individuell bestimmt und gegebenenfalls geändert werden. Grundsätzlich gilt: Je höher der Einzahlbetrag, desto höher fällt auch die staatliche Förderung aus.

Ein Vorteil der Riester-Rente ist, dass das angehäufte Vermögen Renditen abwirft. Allerdings sollte man sich bei der Wahl vorab sehr gut informieren. Ein späterer Wechsel oder gar Ausstieg kann nämlich sehr kostspielig werden.

Wie wird die Riester-Rente gefördert?

Egal, für welche Variante man sich bei der Riester-Rente entscheidet - die staatliche Förderung ist immer gleich. Sie ist zusammengesetzt aus Steuerersparnissen und direkten Zulagen. Der Maximalbetrag der Zulage beträgt pro Arbeitnehmer 154 Euro im Jahr. Wer zudem noch Kinder hat, erhält für den Nachwuchs weitere 185 Euro. Für Kinder, die später als 2007 geboren wurden, erhalten die Eltern sogar 300 Euro als Zulage. Interessenten, die noch keine 25 Jahre alt sind, erhalten einmalig einen sogenannten Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro.

Auch aus steuerlicher Sicht ist die Riester-Rente interessant. So können Beiträge bis zu 2.100 Euro pro Kalenderjahr steuerlich abgesetzt werden. Einziger Haken: Die Ersparnis wird von den Zulagen wieder abgezogen. Das ist vor allem für Personen mit Kindern nachteilig. Einen Nutzen daraus ziehen insbesondere alleinstehende Berufstätige, die allerdings auch einen deutlich höheren Beitrag leisten müssten. Das Finanzamt prüft in jedem Fall, ob der Steuervorteil höher ist als die individuelle staatliche Zulage. Ist dem so, wird die Differenz durch eine Steuerrückzahlung erstattet.

Übrigens: Die Riester-Rente wird später zu 100 Prozent versteuert.

Weitere wissenswerte Fakten

  • um volle staatliche Zulagen erhalten zu können, müssen mindestens 4 Prozent des Bruttoeinkommens des Vorjahres eingezahlt werden
  • mindestens 5 Euro müssen monatlich eingezahlt werden (Sockelbetrag)
  • Beiträge können verändert oder ausgesetzt werden, wofür eventuell Kosten berechnet werden
  • Vertrag muss eine Prüfnummer und einen Verweis auf die Zertifizierung enthalten
  • Zulagen müssen jedes Jahr aufs Neue beantragt werden
  • besonders Geringverdiener und Familien profitieren von einer Riester-Rente
  • zu Rentenbeginn werden auf jeden Fall die selbst eingezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen garantiert
  • es können mehrere Rentenverträge abgeschlossen werden
  • Anbeiter kann später gewechselt werden (meistens sehr kostspielig)
  • Riester-Verträge können gekündigt werden (es drohen hohe Verluste)
  • Auszahlung beginnt nicht vor dem 62. Lebensjahr (für Neuverträge ab 2012)
  • Riester-Rente wird bis zum Lebensende ausgezahlt
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