Altersvorsorge im Überblick : Kosten von der Steuer absetzen

Wer sein Leben lang nicht verbeamtet war und später keine Pensions-Ansprüche hat, wird eines Tages in den Ruhestand gehen und eine Rente beziehen. Wer durchschnittlich 4.500 Euro brutto 45 Jahre lang verdient hat, erhält später aber nur ungefährt 1.800 Euro als Rente im Monat.

Im Vergleich dazu haben Pensionäre nach nur 40 Jahren Arbeitszeit ca. 1.400 Euro mehr in der Tasche. Jedoch verdient nicht jeder Angestellte oder Selbstständige ausreichend, um im Alter würdevoll von der Rentenzahlung leben zu können. Schon lange ist einzig auf die Basisversorgung durch die Rentenkasse kein Verlass mehr.

Deswegen spricht der Staat seit geraumer Zeit von den berühmten drei Säulen der Altersvorsorge. Was viele nicht wissen, ist, dass Aufwendungen unter bestimmten Umständen steuerlich geltend gemacht werden können. Aber eins nach dem anderen. Wir verschaffen dir einen Altersvorsorge-Überblick.

Fürs Alter am besten so früh wie möglich vorsorgen

Betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente, Rürup-Rente, gesetzliche Rente und Co. - da verliert man schnell den Überblick. Wer hierzulande fürs Alter vorsorgen will, hat die Qual der Wahl.

Besteht die Möglichkeit, am Ende des Monats ein paar Euro zusätzlich in die Altersvorsorge zu investieren, dann sollte diese Gelegenheit auch genutzt werden. In der Regel ist die Differenz zwischen dem letzten ausgezahlten Nettogehalt und der tatsächlichen Rente gravierend. Daher lohnt es sich auf alle Fälle, sich zumindest ein Mal im Leben mit einem zusätzlichen finanziellen Standbein für den Ruhestand zu befassen.

Diese Arten der Altersabsicherung gibt es

  • Gesetzliche Rente: Angestelle sind in Deutschland pflichtversichert. In die gesetzliche Rentenkasse zahlen aber auch selbstständige Berufsgruppen ein. Dazu zählen beispiespielsweise Erzieher, Fahrlehrer, Physiotherapeuten etc. Das Rentenniveau wird in Zukunft weiter sinken, sollte der Staat nichts dagegen unternehmen. Im Jahr 2030 soll das Niveau nur noch bei 43 Prozent liegen.

  • Berufsständische Versorgungswerke: Die berufsständischen Versorgungswerke sind für die sogenannten Kammerberufe zuständig. Dabei handelt es sich vor allem um Ärzte, Apotheker, Rentsanwälte, Wirtschaftsprüfer und einige mehr. Diese Berufsgruppen sind pflichtversichert. Bei den Versorgungswerken zahlen die Mitglieder Beiträge selbst ein, die wiederum am Kapitalmarkt angelegt werden.

  • Gesetzliche Pension: Wer im öffentlich-rechtlichen Dienst tätig gewesen ist, erhält im Ruhestand eine Pension. Das betrifft insbesondere Beamte, Soldaten, Pfarrer und Richter. Obwohl die Bezüge später großzügig ausfallen, kann trotzdem zusätlich noch privat vorgesorgt werden.

  • Befreiung von der Pflichtversicherung: In Deutschland müssen sich Selbstständige eigenständig um ihre Rente kümmern, da sie nicht pflichtversichert sind. Für sie empfiehlt es sich auf jeden Fall, sich frühzeitig mit dem Thema auseinander zu setzen.

Die Säulen der Altersvorsorge

Die Regierung spricht von drei Säulen der Altersvorsorge. Diese unterscheiden sich in der Regel in der steuerlichen Handhabung.

Säule I - Basisversorgung

Zur ersten Säule gehören sämtliche Basisversorgungen wie die gesetzliche Rentenversicherung, das berufsständische Versorgungswerk und die Rürup-Rente. Die Beiträge sind meistens steuerbegünstigt, die Renten an sich sind aber steuerpflichtig.

Säule II - geförderte Vorsorge (privat)

Zur zweiten Säule gehören vor allem private bzw. geförderte Vorsorge-Aufwendungen. Das sind in erster Linie betriebliche Altersvorsorgen wie eine Direktversicherung oder ein Pensionfonds. Die Beiträge sind oft steuerfrei und gegebenenfalls werden Zulagen gewährt. Wie bei der Basisvorsorge sind die Renten steuerpflichtig.

Säule III - ungeförderte Vorsorge (privat)

Zur dritten Säule gehören private bzw. ungeförderte Vorsorge-Aufwendungen. In der Regel sind das Lebensversicherungen, Rentenversicherungen oder ein Fondssparplan. Die Beiträge werden aus versteuertem Einkommen geleistet, dafür ist die Rente später steuerbegünstigt.

Sonstige Geldanlagen

Aber auch unabhängig von den drei beschriebenen Säulen der Altersvorsorge gibt es Möglichkeiten, fürs Alter vorzusorgen. Dazu zählen vor allem Aktienfonds wie ETFs oder Immobilien, deren Wert insbesondere in Großstädten stetig steigt. Beiträge werden aus versteuertem Einkommen geleistet. Die späteren möglichen Gewinne sind komplett zu versteuern.

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