Abgabe der Steuererklärung

Manche Bürger müssen keine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Für viele Steuerzahler hat es aber Vorteile, eine Steuererklärung abzugeben und sich zu viel gezahlte Steuern vom Staat zurück zu holen. Je nachdem, ob der Bürger zur Abgabe verpflichtet ist oder freiwillig seine Steuererklärung abgibt, gelten verschiedene Abgabefristen.

Wir erläutern die wichtigsten Themen rund um die Abgabe der Steuererklärung.

Steuer-ID und Steuernummer

Die Steueridentifikationsnummer, abgekürzt Steuer-ID, hilft den Finanzämtern, Steuerzahler zu identifizieren und zu verwalten. Die Zahlenfolge wird dauerhaft und bundesweit einer Person zugeordnet. Hingegen teilt das lokal zuständige Finanzamt den Steuerpflichtigen eine separate Steuernummer zu. Es ist auch möglich, bei demselben Finanzamt für verschiedene Einkunftsarten mehrere Steuernummern zu haben.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Der Bürger ist unter anderem in folgenden Fällen zur Abgabe verpflichtet:

  • bei Nebeneinkünften von mehr als 410 Euro. Auch Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung zählen.
  • falls Sozialleistungen über 410 Euro erhalten wurden, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen.
  • falls sich zwei Arbeitsverträge zeitlich überschnitten haben und deshalb zu einem Zeitpunkt zwei Gehälter gleichzeitig bezogen wurden.
  • falls das Finanzamt einen Lohnsteuerfreibetrag eingetragen hat.
  • bei Einkommen aus einer Selbstständigkeit.
  • falls eine Abfindung mit der sogenannten Fünftelungsmethode gezahlt wurde.
  • falls Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner die Steuerklassenkombination III/V oder IV/ IV mit Faktor gewählt haben.
  • falls bei getrennt lebenden Eheleuten der Ausbildungsfreibetrag, Behinderten- oder Hinterbliebenen-Pauschbetrag nicht im Verhältnis 50:50 aufgeteilt wurde.
  • wenn abgeltungssteuerpflichtige Kapitalerträge, auf die keine Abgeltungsteuer gezahlt wurde, eingenommen wurden.
  • falls das Finanzamt ausdrücklich zur Steuererklärung auffordert.

Fristen

Wer eine Steuererklärung abgeben muss, hat dafür seit dem Jahr 2018 bis zum 31. Juli des Folgejahres Zeit. Bürger, die die Steuererklärung freiwillig abgeben, können dies bis zu vier Jahre rückwirkend erledigen.

Nachweispflicht

Seit 2018 müssen an das Finanzamt keine Nachweise mehr übermittelt werden. Es besteht nur noch eine Belegvorhaltepflicht.

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